Ein Produkt kann aktiv und verfügbar sein und trotzdem vom Kunden in der PrestaShop-Suche nicht gefunden werden. Ursache kann ein unvollständiger Index, eine zu kurze Suchphrase, ein anderer Wortschatz oder eine falsch gewählte Reihenfolge der Ergebnisse sein. Bevor du die Suchmaschine austauschst, prüfe ihre Konfiguration. Wenn du mehr Kontrolle über Suche, Filter und Suchanfragen-Analyse brauchst, kann PD Smart Search Pro die Lösung sein.

Was kann die Standard-Suchmaschine von PrestaShop?

Die native Produktsuche nutzt einen Wortindex und die ihnen zugewiesenen Gewichtungen. Die Suchanfrage wird in Wörter aufgeteilt, mit dem Index abgeglichen und die Produkte nach Relevanz sortiert. Es handelt sich nicht um eine Suche ausschließlich nach dem Namen: Der Index kann auch andere Produktfelder berücksichtigen. Der Mechanismus wird in der technischen Dokumentation von PrestaShop beschrieben.

Im Bereich Shop-Parameter → Suche prüfe vor allem:

  • Indexierung: ob die Produkte dem Index hinzugefügt wurden und ob Änderungen im Katalog darin berücksichtigt sind. Nach einem Import solltest du den Index überprüfen, statt davon auszugehen, dass der Importer ihn aktualisiert hat.
  • Minimale Wortlänge und Ausschlüsse: bei einem Minimum von drei Zeichen kann das zweibuchstabige „XL“ übersprungen werden. Prüfe auch die Liste der von der Suche ausgeschlossenen Wörter.
  • Gewichtungen der Felder: Produktname oder Produktreferenz sollten in der Regel mehr Bedeutung haben als eine zufällige Erwähnung in der langen Beschreibung.
  • Aliase und ungefähre Übereinstimmung: Aliase ermöglichen das Mapping eingegebener Begriffe, und die Funktion fuzzy search verarbeitet einen Teil der Rechtschreibfehler. Sie ist ab PrestaShop 1.7.7 verfügbar.

Es wäre also nicht richtig zu sagen, dass PrestaShop keine Tippfehler oder Relevanzsteuerung unterstützt. Die verfügbaren Optionen zeigt die Anleitung zur Suchkonfiguration. Ihre Wirkung muss in der konkreten Shop-Version mit dem verwendeten Theme und den eingesetzten Modulen bewertet werden.

Woher kommen leere oder unpassende Ergebnisse?

Tippfehler, Synonym und Produktcode sind unterschiedliche Probleme. „Plecakk“ erfordert Fehlertoleranz. „Sofa“ statt des katalogmäßigen „kanapy“ erfordert eine Verknüpfung der Bedeutungen. Bei dem Code „AB-120“ sucht der Kunde dagegen in der Regel nach einem konkreten Modell, nicht nach irgendeiner ähnlichen Bezeichnung. Allein eine höhere Toleranz für Tippfehler löst nicht alle drei Fälle.

Ebenso erfordert die Phrase „plecak 30 l“ korrekte Daten zur Kapazität, und die breite Suchanfrage „plecak“ die Möglichkeit, die Ergebnisse einzugrenzen. Die Usability-Studien zur Suche von Baymard unterscheiden unter anderem Suchanfragen nach einem konkreten Produkt, einem Produkttyp und dessen Eigenschaften. Das ist ein guter Ausgangspunkt für die Bewertung der eigenen Suchmaschine: Prüfe verschiedene Intentionen, nicht nur einige perfekt eingegebene Namen.

Eine leere Liste kann auch aus aktiven Filtern oder den Sichtbarkeitseinstellungen des Produkts resultieren. Eine lange Liste muss wiederum keinen Erfolg bedeuten — wenn das richtige Modell weit hinten steht, muss der Kunde es weiterhin suchen.

Was bringt PD Smart Search Pro?

PD Smart Search Pro für PrestaShop verbindet einen eigenen Produktindex mit einer Suchoberfläche und Werkzeugen zur Verwaltung der Ergebnisse. Die integrierte MySQL-Engine ruft Daten direkt aus dem Shop ab, ohne verpflichtenden Feed und ohne externen Suchdienst. Es ist also nicht nur eine Änderung des Aussehens des Feldes „Suche“.

  • Anpassung an die Sprache der Kunden. Das Modul bietet konfigurierbare Tippfehlertoleranz, Normalisierung polnischer Zeichen und verwaltete Synonyme. Alternative Bezeichnungen können verknüpft sowie die bei der Suche verwendeten Felder und Gewichtungen festgelegt werden. Es berücksichtigt auch Codes, unter anderem Referenz und EAN. Synonyme erfordern eine sinnvolle Konfiguration — sie bedeuten kein automatisches Verständnis jeder Intention.
  • Vorschläge und bequemere Eingrenzung der Ergebnisse. Die Autovervollständigung zeigt während der Eingabe Vorschläge an. Ein optionales Modal ermöglicht das Durchsuchen von Produkten, ohne die aktuelle Seite zu verlassen. Facettierte Filter, also Filter zur Eingrenzung der Liste, umfassen unter anderem Preis, Marke, Verfügbarkeit, Merkmale und Katalogattribute. Beispielsweise kann der Kunde nach Eingabe von „plecak“ das Volumen auswählen, wenn es korrekt gespeichert und als Filter konfiguriert wurde.
  • Kontrolle über Reihenfolge und Verfügbarkeit. Merchandising-Regeln ermöglichen es, Produkte für bestimmte Suchanfragen anzuheften, hervorzuheben, herabzustufen oder auszuschließen. Produkte, die nicht bestellbar sind, können ebenfalls ans Ende verschoben oder ausgeschlossen werden. Solche Regeln sollten für relevante Ergebnisse eingesetzt werden, nicht um das gesuchte Produkt durch eine zufällige Promotion zu ersetzen.
  • Daten für weitere Verbesserungen. Die Analytik umfasst Suchanfragen, Klicks, CTR, Suchphrasen ohne Ergebnisse und die Nutzung von Filtern. So lassen sich ein fehlendes Synonym oder eine unübersichtliche Produktliste erkennen. Der Datenumfang hängt von der Aktivierung der Analytik und der Handhabung von Einwilligungen ab; der Bericht sollte nicht als vollständige Aufzeichnung aller Besuche behandelt werden.

Eine eigene Engine bedeutet keine unbegrenzte Leistung. Die Antwortzeit hängt vom Katalog, den Suchanfragen, den Einstellungen und dem Server ab. Das Modul bietet auch optionale Integrationen mit Meilisearch und Typesense, aber eine externe Engine muss separat gestartet und konfiguriert werden.

Wie setzt man die Änderung um und prüft den Effekt?

  1. Repräsentative Suchanfragen erfassen: Namen, Codes, Tippfehler, Synonyme sowie Phrasen mit Parametern. Für jede davon die erwarteten Produkte angeben.
  2. Katalogdaten ordnen: Kennungen, Merkmale, Attribute und Namen. Ein Filter behebt weder ein fehlendes Volumen noch eine falsche Zuordnung einer Variante.
  3. Den Modulindex aufbauen und seine Aktualisierung einrichten: Die Änderungswarteschlange muss von einem per Zeitplan gestarteten Worker verarbeitet werden. Erst nach der Vorbereitung des Indexes sollten die ausgewählten Frontend-Funktionen aktiviert werden.
  4. Telefon und Computer prüfen: Vorschläge, Filter, Rückkehr zu den Ergebnissen, fehlende Resultate sowie Preise in den verwendeten Kundenkontexten.
  5. Ergebnisse vergleichen: Anteil der Suchanfragen ohne Resultate, Klicks und Position des richtigen Produkts. Allein ein Anstieg der Anzahl der Ergebnisse beweist keine Verbesserung der Relevanz.

Shop-Suche und SEO sowie GEO

Die interne Suchmaschine ersetzt keine für Google zugängliche Navigation. Googlebot gibt grundsätzlich keine Suchanfragen in Suchformulare ein, daher sollten Produkte über normale Links aus Kategorien erreichbar sein. Das erklärt die Google-Dokumentation für E-Commerce.

Daten zu Suchanfragen solltest du nutzen, um Namen, Kategoriebeschreibungen und FAQ zu verbessern: Sie zeigen, welchen Wortschatz Kunden verwenden und was im Inhalt fehlt. Das ist praktische Arbeit an SEO und GEO, also an der Sichtbarkeit in generativen Antworten — keine Garantie für Positionen oder Zitate durch KI. Über die separate Frage der Bereitstellung von Inhalten für Agenten liest du im Artikel Markdown und Content Signals in PrestaShop.

Beseitige zuerst Konfigurations- und Datenfehler und erweitere die Suche anschließend dort, wo du ein konkretes Problem siehst. PD Smart Search Pro bietet Werkzeuge für eine solche Arbeit; die Wirksamkeit der Implementierung solltest du anhand realer Suchanfragen deiner eigenen Kunden bewerten.

Verwandte Produkte

PrestaShop-Suchmaschine – Smart Search Pro | PrestaDev PrestaShop-Suchmaschine – Smart Search Pro | PrestaDev 2
  • Neu
289,00 zł 234,96 złnetto
1 Bewertungen
Smart Search Pro ist ein erweitertes Produktsuchmodul für PrestaShop, das Autovervollständigung, Tippfehlertoleranz, eine Ergebnisseite, ein Suchmodal und konfigurierbare facettierte Filter kombiniert. Das Modul verfügt über eine eigene MySQL-Engine und einen denormalisierten Produktindex, daher benötigt es für den grundlegenden Betrieb weder einen...
Siehe die Artikel des Autors
Patryk Marek

Patryk Marek ist Inhaber von PrestaDev.pl und Entwickler mit Spezialisierung auf PrestaShop. Er entwirft und entwickelt Module, Integrationen mit Großhändlern sowie Lösungen zur Automatisierung des Online-Verkaufs. Im Blog teilt er praktisches Wissen über die Erstellung, Wartung und Optimierung von PrestaShop-Shops.

Kommentare (0)

Keine Kommentare im Moment

Neuer Kommentar

Sie antworten auf einen Kommentar